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Bundesweites Medienecho: Olaf Jastrob zur Notwendigkeit von Pandemiemanagern

Als Experte und Referent der TÜV-NORD Akademie für Notfall- und Krisenmanagement hat Olaf Jastrob nochmal die Notwendigkeit der betrieblichen Pandemieplanung auch für kleinere und mittelgroße Unternehmen hervorgehoben. Vor allem angesichts der mittlerweile verbreiteten besorgniserregenden Virusvariante (engl. Abk. VOC) Omikron sollten sich Betriebe auf einen erhöhten Personalausfall vorbereiten. Hierbei empfehlen Jastrob und der Experte für Kritische Infrastrukturen (KRITIS), Dr. rer. nat. Hans-Walter Borries (u.a. stellv. Vorsitzender des Bundesverbandes für den Schutz Kritischer Infrastrukturen), die Installation eines Pandemiemanagers.

>> Hier finden Sie ausführlichere Informationen (Pandemiemanager, Hygienebeauftragter, KRITIS) und die Stellungnahme.

Der Appell wurde bundesweit von vielen Medien aufgegriffen, u.a.:
>> https://www.zeit.de/news/2022-01/06/tuev-nord-raet-zu-berufung-spezieller-pandemie-manager

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Kontrolle von Spielgeräten und Spielplätzen

Zu jedem Wohngebiet und zu jeder Wohnanlage gehören Freiflächen, auf denen gespielt werden kann. Dies ist nicht freiwillig sondern in den Landesbauordnungen geregelt.

Beispielhaft schauen wir einmal in die Landesbauordnung für Nordrhein-Westfalen:

§8 Abs (4) Bei der Errichtung von Gebäuden mit mehr als drei Wohnungen ist auf dem Baugrundstück oder in unmittelbarer Nähe auf einem anderen geeigneten Grundstück, dessen dauerhafte Nutzung für diesen Zweck öffentlich-rechtlich gesichert sein muss, ein ausreichend großer Spielplatz für Kleinkinder anzulegen. Dies gilt nicht, wenn in unmittelbarer Nähe eine Gemeinschaftsanlage oder ein sonstiger für die Kinder nutzbarer Spielplatz geschaffen wird oder vorhanden oder ein solcher Spielplatz wegen der Art und der Lage der Wohnung nicht erforderlich ist. Bei bestehenden Gebäuden nach Satz 1 kann die Herstellung von Spielplätzen für Kleinkinder verlangt werden, wenn dies die Gesundheit und der Schutz der Kinder erfordern. Der Spielplatz muss barrierefrei erreichbar sein.

In § 89 ist weiterhin geregelt, dass die Kommunen weitere örtliche Bauvorschriften dazu erlassen können.

Die Pflicht zur Einrichtung dieser Flächen ist gut und wichtig, bringt aber auch eine nicht zu unterschätzende Verantwortung mit sich Die Flächen werden eingerichtet und angelegt. Neben der Sandkiste werden Spielgeräte aufgebaut. Schaukel, Rutsche und Klettergeräte stehen auf fast jedem Spielplatz und werden natürlich genutzt, abgenutzt und leider auch oft beschädigt. Wichtig ist eine regelmäßige Kontrolle der Spielplätze um Gefahrenquellen schnell zu erkennen und abzustellen.

Für diese Aufgabe braucht es geschulte Mitarbeiter. Der Hausmeister der Wohnanlage, der kommunale Mitarbeiter des Bauhofes, der Vertreter des Betreibers – wer mit dieser Aufgabe betraut ist, braucht ein geschultes Auge und Fachwissen, was zu tun ist.

In einem Seminar können diese Fähigkeiten erlernt oder vertieft werden.

Ein solches Seminar vermittelt das nötige fachliche Hintergrundwissen zur Durchführung einer visueller Routine-Inspektionen für sichere Spielplätze und Spielgeräte. Hier erhält man einen Überblick über die Rechtsgrundlagen, DIN-Normen und sonstigen technischen Regeln, darunter auch die DIN 1176 Teil 1.

Für das Frühjahr zu Beginn der „Spielplatz-Saison“ haben wir zwei Seminare für Sie:

01.04.2022 Online-Seminar: Visuelle Routine-Inspektionen für sichere Spielplätze und Spielgeräte

16.05.2022 Präsenz-Seminar in Berlin: Visuelle Routine-Inspektionen für sichere Spielplätze und Spielgeräte

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Weihnachtsmarkt

Weihnachtsmärkte: Hygienekonzepte und Besuchersicherheit

Olaf Jastrob, u.a. Geschäftsführer der A.V.B.-Akademie und der Beratungs- und Planungsgesellschaft Jastrob, hat im Rahmen seiner weiteren Funktionen als ehrenamtlicher 1.Vorsitzender des Deutschen Expertenrates Besuchersicherheit (DEB) und Experte der TÜV NORD Akademie für Veranstaltungssicherheit und Krisenmanagement Stellung zur Sicherheit auf Weihnachtsmärkten in der momentanen Pandemie bezogen.

Hier finden Sie den Bericht freizugänglich online:

Stern  / Zeit online / Süddeutsche / Welt / n-tv / Handelsblatt /

 

FAQ Veranstaltungssicherheit des TÜV NORD: „Woran scheitern Hygienekonzepte aktuell?“

 

Download: Checkliste zur Erstellung eines Hygienekonzeptes und Musterhygienekonzept

 

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Hygienekonzepte: Checkliste und Musterkonzept

Der Deutsche Expertenrat Besuchersicherheit (DEB) hat zwei Dokumente, die zur Hilfestellung bei der Erstellung eines Hygienekonzeptes für Veranstaltungen dienen, überarbeitet.

Bereits zu Beginn des Jahres hatte der DEB eine Checkliste veröffentlicht. Auf drei Seiten sind die notwendigsten Schritte zusammengefasst, die beim Aufstellen eines Hygienekonzeptes beachtet werden sollten. Ergänzt wurde die Liste durch ein wesentlich umfassenderes Musterhygienekonzept, welches nun ebenfalls überarbeitet wurde. Der DEB betont jedoch, dass trotz seines Umfangs auch das Musterkonzept nur eine Orientierungshilfe sei. Die Art der Veranstaltung, die Größe, das Besucherklientel, die örtlichen Begebenheiten sowie die tagesaktuelle Rechtslage und aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse sind jeweils individuell zu berücksichtigen. Der Expertenrat empfiehlt Verantwortlichen, die sich erstmals mit der Thematik befassen oder mittelgroße bis große Veranstaltungen planen, sich Expertise bei Fachkräften einzuholen. Auch Betreiber von Versammlungsstätten, die vor Pandemieausbruch in Deutschland Veranstaltungen in vergleichbarer Größenordnung ausgerichtet haben, wird geraten sich professionell begleiten zu lassen, wenn sie nun vergleichbare Events unter Einbehalt des Infektionsschutzes ausrichten wollen.

 

Download:

DEB_Checkliste Hygienekonzept Veranstaltungen (11.2021)

DEB_Muster-Hygienekonzept Veranstaltungen (11.2021)

 

Für Rückfragen steht der Deutsche Expertenrat Besuchersicherheit zur Verfügung:

info@expertenrat-besuchersicherheit.de

Tel. 02451 91 44 04

www.expertenrat-besuchersicherheit.de

 

Weitergehende Infos zur COVID-Strategie samt Stufenkonzept und Zutrittsreglungen können dem im September aktualisierten Strategiepapier der Bundesoberbehörde Robert-Koch-Institut (RKI) entnommen werden:

Aktualisierung der ControlCOVID-Strategie zur Vorbereitung auf den Herbst/Winter 2021/22

 

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AVB Uebersicht Zutrittsbeschraenkungen G G etc.

3G, 3G+, 2G…Was verbirgt sich dahinter?

Bei den Zugangsbeschränkungen gibt es keine bundeseinheitlichen Reglungen, wenn auch in Berlin die Grundlage hierfür geschaffen werden muss. Konkret geschieht dies im §28c des „Gesetzes zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen“; besser bekannt unter dem Kurztitel „Infektionsschutzgesetz“ (IfSG). Da die Koalitionsverhandlungen noch laufen, die Bundesregierung aktuell (ohne eine eigene parlamentarische Mehrheit) nur geschäftsführend im Amt ist als auch nach wie vor Uneinigkeit über die Kompetenz der Ministerpräsidentenkonferenz besteht, wird der Erlass und die angestrebte Vereinheitlichung neuer Maßnahmen erschwert. So ist es wenig verwunderlich, dass auch zurzeit ein Flickenteppich an Reglungen besteht. Während der Freistaat Bayern beispielsweise vorsieht, nur vollständig Geimpften oder auch Genesenen mit einem negativen, maximal 24 Stunden alten PCR-Test Zutritt bei der Vorgabe 3G+ zu gewähren, reicht in Nordrhein-Westfalen auch ein höchstens sechs Stunden alter Antigen-Schnelltest aus. Ebenfalls existiert bereits ein unterschiedliches Verständnis, was unter 2G+ zu verstehen ist. Die sich anbahnende Ampelkoalition definiert 2G+ so, dass auch Geimpfte und Genesene zusätzlich zu ihrer Immunisierung ein negatives Testergebnis benötigen. In Rheinland-Pfalz bedeutet die 2G+ Reglung hingegen bereits seit vergangenem September, dass zu einer unlimitierten Anzahl Geimpfter und Genesener in Abhängigkeit der gültigen lokalen Warnstufe weitere Nichtimmunisierte hinzukommen können, wenn diese denn ein negatives Testergebnis vorweisen können.

Unter 1G wird es noch diffuser: Einige Vertreter der Forderung nach 1G wollen erreichen, dass sich jeder unabhängig seines Immunisierungsstatus testen lassen müsse. Gegner dieses Vorschlags befürchten jedoch eine abnehmende Attraktivität der Impfung, wenn man diese nicht mehr für den Zutritt benötigen würde. Andere wollen als Unterstützung der Impfkampagne genau Gegenteiliges mit 1G erwirken. Sie postulieren, nur noch Geimpften den Zutritt zu gewähren.

 

Dies bildet nur einen kleinen Ausschnitt der unterschiedlichen Regelungen im föderalen Deutschland ab und kann sich wie sämtliche Rechtsvorgaben in der Pandemie sehr dynamisch verändern. Informieren Sie sich daher bitte immer auf den Webpräsenzen ihrer jeweiligen Landesregierungen und / oder suchen Sie bitte den Kontakt zu den lokalen Behörden.

Sehr gerne stehen auch wir Ihnen im Rahmen unserer Beratungs- und Dienstleistungen zur Hygiene und zum Infektionsschutz  jederzeit zur Verfügung und bieten weiterhin die Ausbildung zum zertifizierten Hygienebeauftragten für Kunst, Kultur, Veranstaltungen, Ausstellungen und Messen an.

 

Allgemeine Informationen und Erläuterungen finden Sie auch auf den Sonderseiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): https://www.infektionsschutz.de/coronavirus/

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Brandschutzbeauftragter

Brandschutz(beauftragte) – Wieso, weshalb, warum?

Wieso überhaupt Brandschutz?

Neben den rechtlichen Erfordernissen – und daraus resultierenden Haftungsgefahren – sollten stets auch wirtschaftliche Folgen von Bränden betrachtet werden:

  • Spaß können nur (über-)lebende Kunden haben.
  • Image
  • Betriebsausfall
  • ausbleibende Versicherungsleistungen 

Neben der Verantwortung für Ihre Gäste und Kunden tragen Verantwortliche also auch das Risiko für mögliche persönliche Strafen für sich selbst und wirtschaftliche Schäden für das Unternehmen. So existieren früheren Statistiken zufolge fast drei Viertel der Unternehmen, die von größeren Bränden betroffen waren, drei Jahre nach diesen nicht mehr. Gründe sind beispielsweise Kundenabwanderung während des Betriebsausfalls, fehlendes Vertrauen in die Sicherheit oder Versicherungen verweigern Leistungen aufgrund festgestellter Mängel.

 

Weshalb Brandschutzbeauftragte? 

Brandschutzbeauftragte führen die unternehmerischen Ziele und die Sicherheitsinteressen zusammen. Im Rahmen ihrer Mitwirkung im Brandschutz ist ihre wichtigste Aufgabe der Schutz von Menschen. Sie prüfen und kontrollieren jedoch nicht nur Brandschutzmaßnahmen im Betrieb, sie arbeiten auch aktiv mit und beraten die Unternehmensführung. So können Brandschutzbeauftragte auf Betriebsprozesse optimierte Brandschutzmaßnahmen oder bei Beeinträchtigungen (Baumaßnahmen, Teilausfall o.ä.) Kompensationsmaßnahmen erarbeiten. Sie können auf diese Weise physische Sicherheit und finanziellen Gewinn zugleich fördern. Eine der weiteren Aufgaben ist die Absprache und Koordination mit Behörden, Feuerwehren und Versicherern, was genauso zur Entlastung von Führungskräften beiträgt, wie die Übernahme sonstiger Aufgaben wie beispielsweise die Aufstellung von Evakuierungsplänen und die Organisation vorgeschriebener Räumungsübungen (vgl. § 4 ArbSchG).

 

Warum ist ein Brandschutzbeauftragter rechtlich notwendig?

Grundsätzlich gibt es diverse Vorgaben zur Pflicht für Unternehmen, eine Brandschutzbeauftragte oder einen Brandschutzbeauftragten zu bestellen. Diese rühren aus dem Arbeitsschutz, dem Baurecht oder auch aus Vorgaben der Versicherer. Wie so oft sind die Vorgaben von den örtlichen und unternehmensspezifischen Begebenheiten abhängig. Baurechtlich ist die Art und Nutzung ausschlaggebend, was jedoch von Bundesland zu Bundesland variieren kann. Wird exemplarisch Berlin betrachtet, so wird die Funktion eines Brandschutzbeauftragten z.B. verpflichtend in Verkaufsstätten (§ 9 Abs. 2 Betriebs-Verordnung Berlin [BetrVO]) und  in Hochhäusern in (§ 43 BetrVO]) gefordert. In Berliner Versammlungsstätten muss gemäß § 36 (1) BetrVO hingegen die Erforderlichkeit definiert und entsprechend vorher geprüft werden. In Beherbergungsstätten kann der Betreiber die Aufgaben an einen Beauftragten delegieren (§15 Abs. 5 BetrVO). Aber auch jenseits der Schwelle zum Sonderbau können braurechtlich Brandschutzbeauftragte gefordert werden, wenn sie Teil der Baugenehmigung sind.

Weiterhin verpflichtet das Arbeitsschutzgesetz Arbeitgeber, eine Gefährdungsbeurteilung zu erstellen. Aus dieser kann wiederrum die konkrete Benennung eines Brandschutzbeauftragten resultieren. Darüber hinaus kann auch ein Brandschutzbeauftragter zur Wahrung der Verkehrssicherungspflichten benannt werden.

Ebenfalls können Versicherer Brandschutzmaßnahmen zur Auflage machen. Hierrunter kann auch die Bestellung eines Brandschutzbeauftragten fallen.

Kurz: Brandschutzbeauftragte erhöhen die Sicherheit und unterstützen Verantwortliche entscheidend, den Brandschutz rechtssicher mit Unternehmenszielen in Einklang zu bringen. 

 

Benötigen wir einen Brandschutzbeauftragten oder kann er den Betrieb erleichtern?

Welche Aufgaben muss ein Brandschutzbeauftragter in unserem Unternehmen ausführen?

Wer ist geeignet für die Funktion?

Sprechen Sie uns gerne jederzeit an!

Telefon: +49 2271 837630   E-Mail: service@avb-akademie.de

 

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Hygienekonzepte – Inhaltliche und rechtliche Notwendigkeiten für Kulturveranstaltungen

Nahm der Bereich „Hygiene“ bis zur Corona-Pandemie nur bei wenigen Veranstaltungen eine besonders herausstechende Rolle im Rahmen der Besuchersicherheit ein und wurde (lediglich) im Kontext der Personal-, Sanitär-, Abfall- und Lebensmittelhygiene betrachtet, so kommen Verantwortliche mittlerweile nicht mehr um das Thema herum.

Die Vorsitzenden des Deutschen Expertenrates Besuchersicherheit (DEB), Prof. Dr. Mandy Risch-Kerst und Fachplaner Olaf Jastrob, haben in einem Fachaufsatz für das renommierte Handbuch Kulturmanagement die wichtigsten Aspekte zu Hygienekonzepten für Anwender zusammengestellt und erörtert. So gehen die beiden Experten sowohl auf rechtliche Aspekte und Hilfsmittel zur Erstellung von Hygienekonzepten ein, als sie auch die Organisationsstruktur, mögliche Schutzmaßnahmen, das Ereignismanagement, notwendige Dokumente und mögliche Fehlerquellen beleuchten. Ebenfalls wird auf die Rolle des Hygienebeauftragten eingegangen. Der Fachartikel hilft Verantwortungsträgern in Versammlungsstätten jeglicher Art wie Clubs, Theatern, Bürgerhäusern, etc. sowie bei Events außerhalb des umbauten Raums auch über die aktuelle Pandemie hinaus, wichtige Grundlagen des Infektionsschutzes umzusetzen.

 

Der Fachartikel wurde im Handbuch Kulturmanagement und ebenfalls auf Theater.Welten (beide Publikationen der DUZ Verlags- und Medienhaus GmbH) veröffentlicht.

Auf letzterem kann er direkt digital bezogen werden

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Team: Marco Paul & Alexandra Geckeler

A.V.B.-Akademie wächst

Paul und Geckeler ergänzen Unternehmensführung

 

Olaf Jastrob holt zwei bekannte Gesichter in sein Team und intensiviert damit das Engagement der Jastrob-Gruppe in Berlin und in Süddeutschland. Mit Marco Paul und Alexandra Geckeler gewinnt die A.V.B.-Akademie dabei nicht nur zwei neue leitende Mitarbeiter, sondern auch jahrelange Expertise in seinen Kernbereichen Sicherheit und Veranstaltungsorganisation. So wird der Vertrieb fortan von der Bundeshauptstadt aus vom Berliner Marco Paul geführt, der hierfür seine renommierte Stellung bei der Stage Entertainment aufgab. Von der neuen Dependance in Mosbach aus wird die aus dem medizinischen Bevölkerungsschutz kommende Alexandra Geckeler als Ansprechpartnerin für Kunden in Bayern und Baden-Württemberg zur Verfügung stehen und die pädagogische Leitung der Gesamtakademie ausüben.

 

Alexandra Geckeler verbindet medizinisches Fachwissen, pädagogisches Knowhow und langjährige Erfahrung im Bevölkerungsschutz. Begonnen hat die heutige Medizinpädagogin (M. Ed.) ihre Laufbahn vor über 25 Jahren im Rettungsdienst. Diesem als auch dem Katastrophenschutz ist Geckeler bis heute als Ehrenamtlerin in verschiedenen Funktionen wie Helferin, Führungskraft oder Ausbilderin treu geblieben. Dabei kann sie auf die höchste nichtärztliche Qualifikation als Notfallsanitäterin zurückgreifen. Ihr Führungswissen in der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr konnte Geckeler nicht nur in der Praxis in Leitungsfunktion und Stäben bei Einsätzen sowie geplanten Sanitätsdiensten bei Großveranstaltungen anwenden, sondern sie befasste sich darüber hinaus ebenfalls beruflich als Projektmanagerin mit dem softwarebasierten Krisenmanagement. Vervollständigt wird ihr Profil durch diverse Lehrtätigkeiten an verschiedenen Bildungseinrichtungen im Sicherheitssegment als auch im Hochschulbereich. In der A.V.B.-Akademie wird sie die beim Training Center Retten und Helfen (TCRH) angesiedelte Zweigstelle leiten und in den Feldern Pädagogik, Notfall- und Krisenmanagement, Hygiene/Infektionsschutz und Auditierungen als Dozentin und Projektleiterin tätig sein.

 

Marco Paul

Marco Paul hatte schon Hollywood-Stars zu Gast, hat den Cocktailshaker geschleudert und hat britische Gastronomiegepflogenheiten nach Deutschland gebracht. Doch bevor es ihn im Rahmen eines Management Exchanges nach England verschlug, hat er einst seine Laufbahn als Hotelfachmann angefangen, ehe er über die Gastronomie zum Live-Entertainment kam. Hier hat er zuletzt als Regionalleiter der Stage Entertainment die Vorderhäuser des Theaters des Westens, des Theaters am Potsdamer Platz und das Bluemax Theaters verantwortet. Ob Deutschlandpremiere von „Inglourious Basterds“, Europapremiere von „Atomic Blonde“, Berlinale oder Bambi-Verleihung – oftmals schritten internationale Stars  den roten Teppich ab. Neben seinen betriebswirtschaftlichen, personellen und organisatorischen Leitungsaufgaben oblag dem Eventspezialisten ebenfalls die Sicherheit der Gäste, Mitarbeiter und Dienstleistern. Damit verfügt Paul, der sich aus Passion nebenbei zum Weinfachberater und IHK-Cocktailmixer fortbildete, über eine hohe Summe an Erfahrungen aus diversen Perspektiven. Die Verknüpfung von erfolgreichem Eventmanagement und sorgfältiger Sicherheitsorganisation führte ihn zu seiner neuen Funktion als Head of Sales bei der A.V.B.-Akademie und als Repräsentant der bundesweit und international agierenden Jastrob-Unternehmensgruppe in der Hauptstadt.

 

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rain

Wettereinflüsse auf Veranstaltungen

Hochwasser, Starkregen, Hitze, Waldbrände….

 

Extreme Wetterereignisse und Naturkatastrophen nehmen stetig zu. Immer häufiger wirken sich die Folgen auch auf Veranstaltungen aus. Als Verantwortlicher sind hierbei verschiedene Schutzgüter/Organisationsbereiche zu betrachten:

  • Besucher
  • Mitarbeiter / Dienstleister
  • Sicherheitsorganisation (Sanitätsdienst, Veranstaltungsordnungsdienst, BOS)
  • (Physische) Infrastruktur (intern / extern)
  • Aufbauten / Bauliche Anlagen

Es muss jeweils betrachtet werden, ob die meteorologischen Einflüsse eine direkte Gefahr für die Menschen bewirken (z.B. herabfallende Teile infolge von Wind). Oder, ob deren Aufgaben und Prozesse behindert werden (z.B. aufgrund verschlammter Verkehrswege kein Abtransport von Verletzten). Nachfolgend werden wesentliche Gefahren umrissen, die jedoch allein aufgrund der unterschiedlichen örtlichen Begebenheiten bereits kein Anspruch auf Vollständigkeit haben können. Die Ausführungen sollen lediglich zur Sensibilisierung für Wettergefahren dienen.

 

Niederschlag

Bereits die Auswirkungen von durchschnittlichen Regenschauern sollten berücksichtigt werden. Können bereits geringe Wassermengen provisorische Verkehrswege – wie unbefestigte Naturstraßen oder erst für die Veranstaltung geschaffene Wege über begrünte Flächen – beeinträchtigen? Hierbei sind auch die höheren Gesamtmaßen von Rettungsfahrzeugen oder Logistikfahrzeugen der Dienstleister zu berücksichtigen. Ebenfalls sollten sinkende Temperaturen berücksichtigt werden. Bei einem von den Besuchern unerwarteter Temperaturabfall kann durch Regenschauer „unterstützt“ bei einem mehrtägigen Open-Air-Festival zu einer Erkältungswelle führen.

Neben den durchschnittlichen Niederschlägen, sollten Verantwortliche zudem stets auf seltenerer Regenereignisse vorbereitet sein.

 

Dauerregen

Bereits ab 25 l/m² binnen 12 Stunden warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor markanten Wetter (Warnstufe 2). Die höchste Warnstufe (vor extremen Unwetter, Stufe 4) legt der DWD u.a. bei Schwellenwerten ab 70 l/m² in 12 Stunden oder ab 120 l/m² in 72 Stunden heraus. In diesem Fall warnt er vor extrem ergiebigen Dauerregen. Zum Vergleich: Vor der Hochwasserkatastrophe in NRW und in Rheinland-Pfalz im Juli 2021 gab es von Wetterdiensten Warnungen, die bis zu 200 l/ m² binnen 48 Stunden prognostizierten.

Die bereits erwähnten Verkehrswege müssen hinsichtlich möglicher Dauerregen noch kritischer geprüft werden. Alle für die Veranstaltungslogistik wichtigen Wege sowie zusätzliche Rettungswege müssen auch bei starker Durchnässung nutzbar sein. Fällt bei einer Veranstaltung eine wichtige Versorgungsstrecke weg, darf zudem nicht die Gesamtlogistik kollabieren. Hier sind auch über die Wettergefahren hinaus Szenarien zu betrachten und Redundanzen zu schaffen.

Auch der Untergrund, auf dem sich die Besucher bewegen bzw. aufhalten ist zu betrachten. Unbefestigtes Terrain, welches den Niederschlag aufnimmt und aufweicht, kann nicht nur den Veranstaltungszweck gefährden (bspw. weil der einfache Konzertgenuss, geschweige das Mittanzen, nicht mehr möglich ist). Sondern die mangelhaften Trittflächen begünstigen auch (leichte) Verletzungen durch (Aus-)Rutschen, Stolpern, Steckenbleiben, Umknicken oder Fehltreten. Folglich steigen auch etwaige Räumungszeiten im Notfall.

Weitere potentielle Gefahren sind geologischer Ursache. Wassermaßen können je nach örtlichen Verhältnissen (Topographie, Korngröße, Vegetation usw.) zu beeinträchtigender Erosion führen. In gravierenderen Fällen kann es zu größeren Erdmassenbewegungen, respektive Erdrutschen, kommen. Hierbei kann ein abgehender Hang sowohl unmittelbar eine Gefahr für Menschen sein, als auch die Infrastruktur beschädigen. In diesem Fall sind nicht nur verlegte Verkehrswege oder beschädigte Versorgungsleitungen auf dem Gelände zu betrachten, sondern auch außerhalb.

Dauerregen können zudem zu Hochwasser in angrenzenden Gewässern führen. Diese können sowohl zu direkten Überschwemmungen durch Übertritt des Wassers führen, als auch ohne Ausuferung durch Rückstau in der Kanalisation zu Überschwemmungen führen.

 

 

Starkregen

Von einem Starkregen kann bereits ab 15 l/m² in einer Stunde gesprochen werden. Als extrem heftiger Starkregen (Warnstufe 4) wird vom DWD ein Niederschlag mit über 40 l/m² binnen einer oder über 60 l/m² binnen sechs Stunden definiert. Eines der heftigsten erfassten Starkregenereignisse in Deutschland war jenes im Juli 2014 in Münster, als in sieben Stunden 292 l/m² Niederschlag gemessen wurden.

Starkregenereignisse zeichnen sich neben ihrer Intensität auch durch ihre enge örtliche Begrenztheit aus. Nichtselten sind nur kleinere Ortslagen betroffen. Eine besondere Gefahr ergibt sich auch aufgrund der unpräzisen Vorhersehbarkeit. Meteorologische Dienst können nur (verhältnisweise) großflächige Vorwarnungen ausgeben. Konkrete punktuelle Warnungen können wenn überhaupt nur mit (zu) kurzem zeitlichen Vorlauf erstellt werden. Vor allem in Abhängigkeit der Topographie kann es infolge von solchen überdurchschnittlichen Niederschlagsmassen zu Sturzfluten kommen, bei denen bis dato für die Orte unbekannte Wassermengen zusammenströmen. In besonders scherwiegenden Fällen können Wellen und / oder anhaltende Strömungen entstehen, die sogar Lastkraftwagen oder gar Bauwerke mitreißen; so geschehen im Mai/Juni 2016 in Bayern. Erosion ist auch hier eine der möglichen schwerwiegenden Folgen. Weiterhin können auch Starkregen zu Gewässerhochwasser und Kanalrückstaue führen.

Vorbereitungen auf solche Extremereignisse stehen vor allem für temporäre Veranstaltungen meist nicht im Verhältnis, sofern nicht ohnehin entsprechende Prävention besteht; z.B. bei Veranstaltungen in starkregensicheren Innenstädten. Dennoch sollten Verantwortliche auch Gefahren und Folgen von Starkregen stets analysieren, um Notfallmaßnahmen ergreifen zu können, die aufgrund der örtlichen Begebenheiten sehr individuell ausfallen können.

 

 

 

Schnee / Frost

Maßnahmen bei Schnee und Frost gegen Glätte werden weitestgehend praktiziert. Oft werden hierbei jedoch nicht genutzte, aber notwendige Flächen vergessen. Rettungswege, Sammelplätze und jegliche Zu-/Durchfahrten sowie Flächen für die Feuerwehr müssen ebenfalls gesichert werden, um den Verkehrssicherungspflichten gerecht zu werden. Dies wird häufig von Betreibern von Versammlungsstätten oder vergleichbaren Veranstaltungsstätten vernachlässigt.

Ähnlich müssen in diesen Sonderbauten genauso wie bei temporären baulichen Anlagen und fliegenden Bauten die aufliegenden Schneelasten als Gefahr beobachtet und gegebenenfalls abgewehrt werden. Bereits bei der Gefahrenbeurteilung sollten Experten hinzugezogen werden, da das Schneegewicht nicht nur anhand der Höhe ermittelt werden kann. So wiegt Nassschnee das unter Umständen bis zum vierfachen und Eis sogar das neunfache von Pulverschnee bei gleicher Höhe. Zudem können bedingt durch die Dachform neben Flächenlasten auch spezifische Trauflasten entstehen, die fachmännisch betrachtet werden müssen.

Wie bei vorhergehenden Witterungseinflüssen sind auch im Winter mit Beeinträchtigungen der Verkehrswege in der Peripherie stets zu berücksichtigen. Ebenso sollten mit zunehmender Veranstaltungsdauer mögliche Kompensationsmaßnahmen gegen Unterkühlungen in Betracht gezogen werden.

In Versammlungsstätten und in Sportstätten, insbesondere in Schwimmbädern, sollten zudem für den Fall einer Notfallräumung Maßnahmen gegen Unterkühlungen vorbereitet werden. Schließlich erhalten Besucher in dem Fall ihre Kleidung nicht aus der Garderobe oder den Umkleiden zurück. Maßnahmen können sowohl die separate Vorhaltung von (Einweg-)Wärmedecken und / oder Kooperationsabsprachen mit umliegenden Einrichtungen zur temporären Aufnahme der Besucher sein (z.B. finden sich häufig Sporthallen im Umfeld von Schwimmbädern, wenn es sich um Sportzentren handelt.).

 

 

Dürre / Hitze

Beim Pendant zu den Niedrigtemperaturen müssen Verantwortliche ebenfalls Kompensationsmaßnahmen bei höheren Temperaturen treffen. Ausschlaggebend sind neben der Temperatur jedoch auch die Luftfeuchte, die Sonneneinstrahlung sowie die Wind-, respektive Belüftungsverhältnisse, welche die gefühlte Temperatur beeinflussen. Darüber hinaus sind Faktoren wie der physische Zustand der Besucher (Alter, Gesundheits- und Trainingszustand, Erschöpfung, Dehydration u.Ä.) sowie die Betätigung (Sitzen im Schatten vs. Tanzen in der Menge) zu beurteilen. Neben der direkten Auswirkung auf die Gesundheit der Besucher und Mitarbeiter, sind auch die Sekundärfolgen der Hitze zu betrachten. So zeigen diverse Veranstaltungen in der Vergangenheit, dass es zu einer hohen Anzahl an Hitzeerschöpfungen und Kreislaufschwächen kommen kann. Diese beanspruchen jedoch den Sanitätsdienst unter Umständen unverhältnismäßig. Daher muss bereits bei der Planung der medizinischen Erstversorgung das Szenario „Hitze“ bei der Berechnung der Rettungsmittel und des Personals berücksichtigt werden. Nicht nur zur Kompensierung des größeren sanitätsdienstlichen Bedarfs sondern als primäre Gesundheitsprävention für die Besucher und das Personal sollten daher (kostenfreie) Trinkwasserspender, Schattenmöglichkeiten, falls möglich Ventilationsmaßnamen oder auch Abkühlungsmöglichkeiten wie Berieselungsanlagen. Letztere sollten jedoch abseits der Hauptflächen (z.B. nicht vor der Bühne) aufgebaut, sondern abseits nach eigenem Willen aufgesucht werden können. Bei Sportveranstaltungen sind zusätzliche Maßnahmen zu prüfen (Zeit-/Streckenverlegung, zusätzliche Pausen u.s.w.).

Weiterhin kann durch bereits anhaltende Wärme- und Dürreperioden eine erhöhte Brandgefahr von der Vegetation ausgehen. Diesbezüglich sind sowohl Maßnahmen des eignen Brandschutzes zu prüfen (Rauchverbot, Löschmittelvorhaltung/-verfügbarkeit etc.) als auch die Brandgefahr von angrenzenden Flächen sowie deren Auswirkungen auf die Veranstaltung zu prüfen. Zur Verdeutlichung der unterschiedlichen Bewertung der Auswirkungen folgt der kurze Vergleich von zwei fiktiven Veranstaltungen. Angenommen wird, dass beide unter gleichen Witterungsbedingungen, Hochsommer und kein Niederschlag seit wenigen Wochen, an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen stattfinden. Während bei einem Stadtfest, bei welchem alle Aufbauten auf befestigten Verkehrswegen stehen und nur kleine parkähnliche Anlagen in der Veranstaltungsfläche zu finden sind, die Brandgefahr nahezu als durchschnittlich bewertet werden kann, zeichnet sich bei einem Open-Air-Konzert auf einem alten Militärflughafen ein gänzlich anderes Bild ab. Dieser liegt mitten in einer Wald- und Heidelandschaft. Infield und Campingplätze verteilen sich entlang der einstigen Start- und Landebahn, welche einseitig an den Wald angrenzt. Es wird schnell ersichtlich, dass hier wesentlich intensivere Maßnahmen im Rahmen einer Brandschutzkonzeption zu treffen sind. Neben der ohnehin bestehenden Brandgefahren bei derartigen Veranstaltungen haben die örtlichen Verhältnisse einen wesentlichen Einfluss: Ungepflegte Vegetation auf dem Stützpunkt, leicht entzündbare Vegetation jenseits des Zauns (v.a. auf trockenen, sandigen Böden), zugewucherte Brandschneisen innerhalb und außerhalb des Areals, ggf. nicht mehr funktionsfähige (/verlässliche) Wasserversorgung, ungepflegte Löschwasserreservoirs usw.; Frühzeitig sollten in letzterem oder vergleichbaren Fällen ausreichend Ressourcen eingeplant werden, die früher oder später ohnehin von behördlicher Seite aus gefordert werden.

 

 

 

Blitz

Neben der Brandgefahr bergen Blitze vor allem für Menschen die Gefahr eines lebensbedrohlichen Stromschlags. Laut Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. (VDE) kommt es statistisch wöchentlich zu einem Blitzunfall mit Personenschaden. Seit 2000 sind durchschnittlich vier Personen pro Jahr hierbei umgekommen und 110 Personen wurden verletzt [1].

 

 

 

Vorbereitung

Wie beschrieben, müssen Vorbereitungen zur Gefahrenabwehr individuell in Abhängigkeit der örtlichen Begebenheiten und Strukturen sowie der Veranstaltungsmerkmale geplant und durchgeführt werden. Vier Maßnahmen gelten jedoch für alle Gefahrensituationen an allen Orten:

  •  Monitoring
  •  Information / Warnung
  •  Kooperation
  •  Organisationsstruktur

 

Monitoring

Neben dem Wetter sind auch andere mögliche Gefahren stets zu beobachten. Die eigentliche meteorologische Lage kann mit Hilfe des Deutschen Wetterdienstes im Auge gehalten werden. Sehr gerne vernetzen sich Verantwortliche auch mit den Meteorologen von Flugplätzen in der Umgebung, da diese fachmännisch das lokale Wetter kontinuierlich analysieren.

Beim Monitoring sind zudem weitere spezifische Warnsysteme und Lageberichte einzubeziehen, beispielsweise die Pegel bzw. Hochwasser, Graslandfeuer- und Waldbrandindex oder Lawinengefahren ausweisen.

 

Information / Warnung

Was auch für andere Gefahren gilt, ist auch hinsichtlich möglicher Wettergefahren unerlässlich: Es muss stets möglich sein, alle Personen auf dem Veranstaltungsgelände direkt warnen und anleiten zu können.

Um Besucher nicht erst in einer Gefahrensituation erstmals mit der Situation zu konfrontieren, sollten Besucher und Personal bereits vorher durch Informationen sensibilisiert werden. Vor allem bei mehrtägigen Open-Air-Veranstaltungen mit Übernachtungsmöglichkeiten sollten Besucher vorher informiert werden, wie beispielsweise bei einem aufziehenden Sturm zu handeln ist. Genutzt werden können diverse Kommunikationswege: Checklistenbeilage beim Ticketversand, Anweisung durch Ordner in der Warteschlange/ beim Einlass, Apps, Veranstaltungsradio etc.;

 

Kooperation

Nur bei den wenigsten Veranstaltungen sind ein Sicherheits- und Koordinierungskreis bzw. ständig besetzter Krisenstab erforderlich. Dabei kann der Austausch unter Veranstalter, Sanitätsdienst, Veranstaltungsordnungsdienst, Dienstleister, involvierten Behörden, Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz  etc. auch bei mittleren Veranstaltungsgrößen, oder solchen mit besonderem Gefährdungspotential, dienlich sein. So sollten frühzeitig Kommunikationswege abgeklärt werden, um im Gefahrfall unmittelbar Maßnahmen abstimmen zu können. Zudem sollten Stellungnahmen der anderen Parteien zu möglichen Gefahrenlagen eingeholt werden, um diese in die Prävention aufnehmen zu können.

 

Organisationsstruktur

Wie vorhergehend angedeutet, sind geeignete Organisationsstrukturen unabdingbar. Verantwortlichkeiten, die je nach Veranstaltungsart und Ort (v.a. je nach Bundesland) sehr unterschiedlich sein können, müssen frühseitig geklärt, strukturiert und dokumentiert werden. Nicht selten kommt es in Schadensfällen zu langwierigen Rechtsstreitigkeiten, wenn hier Mängel existieren. Oft sind Veranstaltungen mit der Zeit gewachsen und notwendige Anpassungen sind hierbei unwissend vernachlässigt wurden.

 

Fachkräfte

Viele Gefahren werden oft falsch eingeschätzt oder aufgrund befürchteter Kosten verdrängt. Um die Sicherheit seiner Besucher und des Personals zu gewährleisten sowie um eigene Haftungsrisiken zu minimieren, sollten für verschiedene Analysen und Gewerke stets Fachkräfte hinzugezogen werden. Als erster Schritt ist ein professionelles Sicherheitskonzept von Fachkräften aufzustellen, die sowohl  Gefahren erkennen, die für Laien meist nicht direkt erkennbar sind, die den aktuellen Stand der Technik kennen und in Maßnahmen einfließen lassen, die die aktuelle Gefährdungslage (über Wettergefahren hinaus) beurteilen können als auch die Verantwortlichen hinsichtlich ihrer Verantwortung und Pflichten sowie geeigneter Lösungsansätze beraten können.

 

 

An Ihrer Seite…

Als Sachverständigenbüro mit über zwanzig Jahren Erfahrung im Bereich der Besucher- und Veranstaltungssicherheit (u.a. bei und in Open-Air-Music-Festivals, Sportstadien, Staats-/Stadtfesten, Freiluftsportgroßveranstaltungen, Freizeitparks mit bis zu sechsstelligen Besucherzahlen) unterstützen wir Sie gerne bei den vorgenannten notwendigen Maßnahmen im Rahmen der Sicherheitskonzeption und Gefahrenabwehr.

 

  • Sicherheitskonzepte
  • Krisenstab (Ausbildung, Geschäftsführung, Beratung, Steuerung)
  • Arbeitssicherheit (u.a. spezialisiert auf Großveranstaltungen und Versammlungsstätten)
  • Brandschutzkonzepte
  • Sanitätsdienstliche Planung
  • Veranstaltungsordnungsdienst
  • Stellungnahmen
  • Räumungs- / Evakuierungskonzepte
  • Notfall- und Krisenmanagement
  • u.v.m.

 

…und wenn es doch passiert

Sollte es zu einem Zwischenfall gekommen sein, führen wir Schadensbegutachtungen durch.

  • Ermittlung des Unfallhergangs
  • Finanzielle Schadensanalyse
  • Analyse der Organisationsstruktur

 

 

 

BOS – Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben

VDE – Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V.

 

 

[1] https://www.vde.com/de/blitzschutz/infos/bitzunfaelle-blitzschaeden

 

(Bilder: pixabay)

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Tobias Zweckerl

Tobias Zweckerl ist IRCA-zertifizierter Auditor

Tobias Zweckerl, Dozent der AVB-Akademie und als geprüfter Lead Auditor für die Produktlinie „Health- and Safety-Audits“ der Unternehmensberatung Jastrob verantwortlich, wurde als Associate Auditor für QM-Systeme in das Verzeichnis zertifizierter Auditoren der IRCA aufgenommen.

Die IRCA (International Register of Certified Auditors) ist das weltweit größte und international anerkannte Verzeichnis qualifiziert ausgebildeter und zertifizierter Auditoren. In dem vom Chartered Quality Institute mit Sitz in London geführten Register sind derzeit rund 19.000 Auditoren in 123 Ländern verzeichnet, die strengen Anforderungen an ihre Aus- und Weiterbildung genügen müssen und sich einem hohen Grad der Professionalität bei der Auditdurchführung verpflichten. Um in Deutschland die Zertifizierung als Auditor zu erlangen, müssen Bewerber zuerst – neben der entsprechenden Berufserfahrung – eine von der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) anerkannte Ausbildung und Prüfung nach ISO 17021 absolvieren.

Die Unternehmensberatung Jastrob bietet seit Beginn des Jahres Veranstaltern, Betreibern, Behörden und allen anderen Verantwortlichen die Auditierung ihrer Locations und Veranstaltungen nach den Leitlinien „Safety“ und „Health“. Diese Audits dienen den Auftraggebern dazu, Verbesserungsmöglichkeiten zu Veranstaltungs- und Besuchersicherheit und Veranstaltungshygiene zu finden und so das Sicherheitsniveau noch weiter zu erhöhen. Die nach den Audits ausgestellten Zertifikate zeigen außerdem Besuchern und Behörden, dass die Veranstalter und Betreiber Anforderungen der Veranstaltungs- und Besuchersicherheit erfüllen und kontinuierlich an der Verbesserung der sicherheitsrelevanten Prozesse arbeiten. Die Audit- und Bewertungskriterien können transparent den entsprechenden Audit-Leitlinien entnommen werden und berücksichtigen neben den gesetzlichen Mindestanforderungen auch anerkannte Regeln der Technik und „best practices“ der Veranstaltungssicherheit.

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